Am 15. Oktober waren die drei AutorInnen der da bux Edition 4 zu Gast im Aargauer Literaturhaus. An einer rundum gelungenen Vernissage haben Petra Ivanov, Sunil Mann und Alice Gabathuler vor einem vollen Saal über das Schreiben ihrer Geschichten berichtet und daraus vorgelesen.

Anne Wieser vom Literaturhaus hat den Anlass moderiert und Fragen gestellt, und zwar nicht die üblichen Null-Acht-Fünfzehn-Fragen, sondern passgenaue, auf die Bücher zugeschnittene Fragen, was das Antworten zu einer anregenden, spannenden und zuweilen witzigen Angelegenheit machte, darunter zum Beispiel:
- Warum ist „Krawallnacht“ nicht aus der Tätersicht geschrieben?
- Wäre es nicht noch besser, wenn Homosexualität in Büchern nicht zum Thema gemacht wird, sondern als Selbstverständlichkeit betrachtet wird, zum Beispiel indem im Buch einfach eines der Paare homosexuell ist?
- Warum fiel die Wahl für den Protagonisten in „Sex-Ding“ auf einen muslimischen Jungen?
Das Publikum liess sich anstecken und fragte in der offenen Runde weiter. Dabei zeigte sich, dass Literatur Freude und Spass machen kann und darf, dass der Humor nie fehlen sollte (Beweisbild am Ende des Posts) – und dass Schreibtipps je nach Autor / Autorin SEHR verschieden ausfallen. Wir hoffen, die wunderbar wissbegierigen schreibenden Jugendlichen konnten trotzdem etwas aus der Lesung mit auf den Weg nehmen, und sei es auch nur die Erkenntnis, dass jeder und jede für sich das stimmige und passende Vorgehen beim Schreiben für sich selber herausfinden muss.
Besonders gefreut hat auch das Feedback der Berufsschullehrerin, die unsere Bücher begeistert im Unterricht einsetzt und erklärt hat, sie habe in den da bux Büchern nach langem Suchen endlich DEN Lesestoff für ihre SchülerInnen gefunden, Lesestoff, der trotz der Kürze mit gut gezeichneten (und keinen holzschnittartigen) Figuren und spannenden, den Nerv der Jugendlichen treffenden Geschichten überzeuge.
Am Ende gab’s sehr feine Knabbereien und viele persönliche Gespräche.
Kurz: Es war der perfekte Abend am perfekten Ort. DANKE an Anne Wieser und das Aargauer Literaturhaus. Sehr gerne wieder einmal!
Und hier noch das Beweisbild:
